Key-Visual Key-Visual Key-Visual Key-Visual

Grüne Studiengänge

Als "grüne Studiengänge" bezeichnet man das Studium der Agrarwissenschaften, der Ökotrophologie (Ernährungswissenschaften) und der Gartenbauwissenschaften.

Agrarwissenschaften

Die Agrarwissenschaften beschäftigen sich mit allen Fragen rund um die primäre Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsender Rohstoffe. Sie wird unterteilt in Pflanzenwissenschaften, Tierwissenschaften und Agrarökonomie.

Aufbauend auf den naturwissenschaftlichen sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen wird Fachwissen in sämtlichen Bereichen der Agrarwissenschaften vermittelt - von Boden, Pflanze, Tier, Technik bis zur Agrarpolitik

Das Studium umfasst sehr viele unterschiedliche Bereiche. Die Studierenden können verschiedene Vertiefungsmöglichkeiten in Kombination mit Wahlmodulen wählen. Alle Universitäten und Fachhochschulen, die ein agrarwissenschaftlichges Studium anbieten, haben mittlerweile vom Diplom auf die neuen Studiengänge Bachelor und Master umgestellt.

Da das Agrarstudium sich mit sehr vielen Themenbereichen befasst, bestehen vielfältige Berufsmöglichkeiten, ob in der Forschung, in der Züchtung, in der Beratung, in der Praxis sowie in der (Fach-)presse. Auch außerhalb der Agrarbranche werden Agraringenieure bzw. Bachelor- und Masterabsolventen der Agrarwissenschaften eingestellt, wie z. B. in Banken oder Versicherungen. Die Vielseitigkeit dieses Studiums macht es besonders interessant.

Der VDL unterstützt mit seinen Aktivitäten vor allem die Interessen der Studierenden und Absolventen und fördert die Entwicklung an den Hochschulen.

Ökotrophologie / Ernährungswissenschaften

Ökotrophologie ist die Wissenschaft vom Haushalten und vom Ernähren.  Studienabsolventinnen und -absolventen können Prozesse in der  Ernährungs- und Versorgungswirtschaft planen und lenken, in  Ernährungsfragen beraten, Verbraucherinformationen vermitteln,  Lebensmittel, Geräte und Herstellverfahren entwickeln und beurteilen,  und im Marketing einschlägiger Produkte und Dienstleistungen tätig  werden.

Das Studium der Ökotrophologie verknüpft natur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer. Die Absolventinnen und Absolventen sind  an den Schnittstellen unterschiedlicher Dienstleistungs- und Produktionsbereiche tätig. Sie arbeiten in einer Vielzahl von Organisationen des Gesundheitswesens, der Ernährungs- und Versorgungswirtschaft sowie deren Zulieferern und Dienstleistern.

Im Unterschied zu Ökotrophologen sind Ernährungswissenschaftler Fachleute in allen naturwissenschaftlichen Fragen über die Vorgänge bei der Ernährung, der Verdauung und beim Stoffwechsel, beim Menschen und auch bei Pflanzen und Tieren.

Gartenbauwissenschaften

Das Studium der Gartenbauwissenschaften kann man an drei Universitäten und sechs Fachhochschulen in Deutschland studieren.

Zu den Schwerpunkten zählen Fächer aus dem Bereich der Produktion (z. B. Obstbau, Gemüsebau, Zierpflanzen, Baumschule), der Pflanzenwissenschaften (z. B. Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Bodenkunde, Phytomedizin) der Ökonomie (z. B. BWL, Marktanalyse, Marketing, Agrarpolitik, Qualität) und der Technik (z. B. Bauwesen, Produktion, Gewächshaustechnik).

Dieses Studium bietet wie das Agrarstudium sehr vielfältige Berufsmöglichkeiten, wie z. B.:

  • Leitung gärtnerischer Betriebe oder von Teilbereichen in Großbetrieben
  • Leitungsfunktionen im gartenbaulichen Groß- und Einzelhandel
  • Beratungstätigkeit in der Offizialberatung oder in Beratungsringen
  • Produktberatung in der gärtnerischen Zulieferindustrie
  • Leitungsfunktionen in der Verwaltung von EU, Bund, Ländern und Kreisen
  • Bankenwesen, Versicherungswirtschaft
  • publizistische, beratende und berufspolitische Tätigkeiten in Medien, Verbänden und Organisationen
  • Entwicklungshilfe
  • Planungsbüros, Sachverständigen- und Gutachterwesen
  • lehrende und forschende Tätigkeit an Universitäten und Fachhochschulen und anderen Bildungseinrichtungen (Lehr- und Versuchsanstalten, Berufsschulen, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen).

Als studien- und berufsbegleitender Verband sieht sich der BHGL -Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure für Gartenbau und Landschaftsarchitektur hier vor allem verantwortlich für die Förderung des akademischen Berufsnachwuchses und die Unterstützung der Hochschulen.

VDL-Studie zu Anforderungen der Unternehmen an Bachelor- und Master-Absolventen im Agrarbereich

Die Ergebnisse der Studie sind hier abrufbar.