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30. Januar 2017

Der VDL - ein Standessymbol!

Die VDL Bundessparte Senioren hat auf ihrer vergangenen Sitzung beschlossen, die Bedeutung des VDL aus Ihrer Sicht einmal herauszustellen. Lesen Sie dazu einen Bericht von Dr. Edmund Geisen, Vorsitzender der VDL Bundessparte Senioren.

Der VDL wurde vor vielen Jahrzehnten als Verband der deutschen Diplomlandwirte gegründet. Dabei spielte ganz gewiss das Motto „Gemeinsam sind wir stark“ eine große Rolle. Lange Zeit war es selbstverständlich, als studierter Landwirt bzw. Agrarier Mitglied im VDL zu sein; es galt geradezu als Standessymbol.

Damals, als sich noch fast alle unserer Vorgängerinnen und Vorgänger dem Verband anschlossen, war es noch viel schwieriger als heute, den kleinen Mitgliedsbeitrag von den relativ kargen Einkünften „abzuzwacken“. Dennoch war es selbstverständlich, dazu zu gehören – Trittbrettfahrer galten als unkollegial.

VDL-Mitglieder genossen immer ein hohes Ansehen und wurden oft auch beruflich bevorzugt. In den vergangenen Jahrzehnten trat das solidarische Verbandsdenken mehr und mehr in den Hintergrund und die individuellen Interessenstrategien hatten eher den Vorrang.

Als Berichterstatter kann ich von mir persönlich mitteilen:
Nach meiner landwirtschaftlichen Lehrzeit, nach dem Studium an einer landwirtschaftlichen Ingenieurschule und nach einer zweijährigen beruflichen Tätigkeit als Pflanzenschutzberater im öffentlichen Dienst des Landes Rheinland-Pfalz begann ich mit dem Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Bonn. Mit Beginn des Studiums wurde ich auch gleich schon im Herbst 1973 Mitglied des VDL.

Was hat der VDL mir gebracht?

Der VDL war von Anfang an mein wichtigster Verband – eben mein Berufsverband. Bundesweit konnte ich darüber stets Kontakt zu meinen Freunden und Kollegen halten, zu Älteren und Jüngeren meiner Fachrichtungen und artverwandter Berufe. Über das „VDL Journal“ bestanden immer Kontakte und Möglichkeiten, sich über Tagungen und Seminare zu informieren. Besonders gerne erinnere ich mich an die Zeit, als ich von 1993 bis 1999 Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz war.

Wo liegen die Hauptaufgaben des Landesverbandes?
Auf Landesebene muss bis in die Bezirke und Regionen hinein eine ständige Verbindung zwischen den Mitgliedern bestehen. Nur so können tagesaktuelle Tipps ausgetauscht und freie Stellen besetzt werden. Auch gegenseitiger Erfahrungsaustausch und Beistand gehören dazu.
Natürlich sind, wie schon erwähnt, auch die Fachveranstaltungen auf Landesebene äußerst wichtig. Sie stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und schweißen zusammen, wie man so schön sagt. Dazu gehören auch vergnügliche Ereignisse. Wichtig ist, dass immer ein reger Austausch von Jung und Alt zustande kommen.

Welche Dienstleistungen werden vom Bundesverband erwartet?
Vieles kann über das „VDL Journal“ erfolgen. Hier denke ich an aktuelle Fachinformationen und Kommentare zu vielen Themengebieten in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Umweltschutz. Das nenne ich fortlaufende Weiterbildung, auch Lobbyarbeit. Die persönlichen Informationen, die bundesweit verbinden und viele Erinnerungen wachhalten, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Für die jungen Menschen, die Studierenden, müssen aktuelle Hinweise, Tipps, Stellenausschreibungen und Kontaktadressen an jeder Hochschule zur Verfügung stehen.

Aktuell besonders wichtig!
Der VDL ist Berufsverband der grünen Berufe Agrar, Ernährung, Umwelt. Durch die Arbeit des Verbandes entsteht ein Netzwerk zwischen den Geschehnissen der landwirtschaftlichen Produktion, der Verarbeitungs- und Vermarktungsstrategien, den Marktmechanismen und dem Agribusiness. Verknüpft wird das Geflecht mit den Möglichkeiten der Ernährungswirtschaft und den ökologischen Erfordernissen.

Der Umfang und die Qualität der Maßnahmen des VDL haben eine bisher nie übertroffene Bedeutung erreicht.
Ganz besonders sind zu erwähnen die aktuellen Berufsfeldanalysen und die daraus resultierend zur Verfügung gestellten Broschüren zu folgenden Themen:

  • Handbuch für den gelungenen Berufseinstieg
  • Bachelor und Master – Was kommt nach dem Studienabschluss?
  • Fach- und Führungskräftebedarf in der Agrarbranche
Der VDL tut alles Mögliche – mehr als zuvor – um seine Mitglieder stets aktuell und bevorzugt auf dem Laufenden zu halten. Um Alle über alles in Verbindung und in gleichem Kenntnisstand zu halten; dazu dient das hervorragend gestaltete „VDL-Journal -Das Magazin für Agrar, Ernährung, Umwelt)“ in vorzüglicher Weise.

Fazit der Sparte VDL-Senioren
Alle Absolventen der Bereiche Agrar- Ernährung- Umwelt sollten stolz auf ihren VDL sein.

Besonders die Seniorinnen und die Senioren sollten sich über die Entwicklung ihres Berufsverbandes freuen, ihm treu bleiben oder noch dazukommen – es ist nie zu spät.
  • Vorbildfunktion und Zusammenhalt sind stets gefragt.
  • Erfahrungen sollten unbedingt weitergegeben werden.
  • Die junge Generation wird dafür dankbar sein.
Möglichst viele Absolventinnen und Absolventen und ebenso die Studierenden gehören in den Berufsverband.
  • Gemeinsamkeit macht stark!
  • Die Bedeutung spiegelt sich auch in einer großen Mitgliederzahl wider.
Die Seniorengruppe ist sich einig, dass die Bedeutung der vom VDL vertretenen Berufsbereiche von Jahr zu Jahr zunimmt. Deshalb ist es auch, der Akzeptanz wegen, wichtig, dies in großer Gemeinsamkeit in die Öffentlichkeit zu vermitteln. Alle Kolleginnen und Kollegen könnten dadurch ihren besonderen Beitrag leisten, indem sie den VDL als ihr besonderes Standessymbol betrachten.